Veranstaltungshinweise Februar


Am 2. Februar soll zum fünften Mal eine rassistische und xenophobe Demonstration unter dem Label „DÜGIDA“ in Düsseldorf stattfinden. Dagegen wird es auch diesmal verschiedene Aktionen geben. Hintergründe und einen Überblick der bisherigen Protestveranstaltungen finden sich z.B. hier.
An den folgenden Montagen sollen weitere Demonstrationen dieser Art stattfinden. Nähere Informationen folgen.

Bis zum 6. März wird in der Wandelhalle des nordrhein-westfälischen Landtages die Wanderausstelung „erfasst, verfolgt, vernichtet“ gezeigt.
Die Ausstellung über kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus ist für Einzelbesucher*innen montags bis freitags, 9 bis 18 Uhr, nach Voranmeldung unter Telefon 0211 884 2129 oder per E-Mail an veranstaltungen@landtag.nrw.de zugänglich.
Gruppenanmeldungen an die Mahn- und Gedenkstätte, Telefon (0211) 89 96205 oder per E-Mail an nicole.merten@duesseldorf.de.

Die SJD – Die Falken Düsseldorf veranstalten am 6. Februar ein Solikonzert für das Bündnis ‚Düsseldorf stellt sich quer‘.
Vor dem Konzert gibt es einen Vortrag von Roger Behrens mit dem Titel „So gehen die Deutschen – Alter und neuer Nationalismus bei Weltmeistern und Pegida“, Beginn um 18 Uhr im Haus der Jugend (Lacombletstraße 10).
Das Konzert mit den Elektropunk-Bands Egotronic und das Flug kostet 10 €.

Die Anmelderin der extrem rechten DÜGIDA-Demonstrationen, Melanie Dittmer, beabsichtigt auch am 9. Februar wieder in der Innenstadt zu demonstrieren.
Infos zu Protestveranstaltungen finden sich z.B. am Ende des Berichtes.

Die Falken Düssledorf organisieren am 20. Februar einen Vortrag, der die Geschichte des Antisemitismus beleuchten soll. Eine Anmeldung ist bis zum 13. Februar 2015 möglich (für Daten siehe Link).
Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr im „Falkenheim Gerresheim“ Unter den Eichen 62a.
Aus der Veranstaltungsankündigung:

Der moderne Antisemitismus ist weder eine „Weltanschauung“, die erst mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus aufkam noch eine Form europäischen Denkens, die mit dem Untergang des „Dritten Reiches“ für immer verschwand.
Der Vortrag soll darüber informieren, wie im Schatten der europäischen Aufklärung christlicher Judenhass überdauerte, in den Kolonialmächten der Rassismus entstand und sich dies mit pseudowissenschaftlichen Forschungen vermengte.

Die xenophobe und rassistische Gruppierung um Melanie Dittmer, plant am 23. Februar abermals durch die Innenstadt zu ziehen. Diesmal soll es eine abgeänderte Aufmarschroute geben. Nähere Informationen zu den Gegenprotesten gibt es z.B. beim Bündnis ‚Düsseldorf stellt sich quer‘ .

Im Rahmen der jüdischen Kulturtage 2015 wird vom 24. Februar bis zum 8. März eine Ausstellung mit dem Titel „Sie riskierten ihr Leben – Polen, die während des Holocausts Juden gerettet haben“ im Stadtmuseum, Berger Allee 2 gezeigt.
Aus der Veranstaltungsankündigung:

Im Jahr 1963 entschied das israelische Parlament, Menschen, die während des Holocausts uneigennützig Juden retteten, mit dem Ehrentitel der „Gerechten unter den Völkern“ auszuzeichnen. Über die Vergabe entscheidet eine Kommission der Gedenkstätte zum Gedenken an die Märtyrer und Helden des Holocausts Yad Vashem in Jerusalem. Bis heute wurden 24.000 Personen aus 47 Ländern geehrt. Ein Viertel davon sind Polen.
Die Ausstellung hat das Ziel, den Betrachtern die polnischen „Gerechten unter den Völkern“ vorzustellen, die im Vergleich zu anderen Nationen Europas eine besondere Gruppe bilden.
Eröffnung der Ausstellung am 26.02.2015 um 19.30 Uhr

Am 25. Februar soll vor dem Landtag eine Veranstaltung der xenophoben und rassistischen Gruppierung „PEGIDA NRW“ stattfinden.
Der ‚Düsseldorfer Appell‘ ruft zu einer Demonstration auf, die um 18 Uhr vor dem DGB-Haus, Friedrich-Ebert-Straße 34-38 beginnen soll. Anschließend soll ca. um 19 Uhr eine Versammlung auf dem Johannes-Rau-Platz (Nähe Apollo Varieté) stattfinden.
Weitere Protestaktionen werden auf der Website der Initiative ‚Düsseldorf ist bunt‘ vorgestellt.

Der antifaschistische Themenabend wurde wegen der voraussichtlich zeitgleichen Protestaktionen gegen die rassistische DÜGIDA-Demonstration vom 23. Februar auf den 25. Januar verschoben. Der Vortrag wurde aufgrund der parallelen Proteste gegen die Demonstration von PEGIDA NRW gecanelt.
Die Veranstaltung wir sobald wie möglich neu terminiert.

Titel der Veranstaltung ist „Links blinken, rechts abbiegen – Die Wege des Jürgen Elsässer und seines Projekts Compact“.
Der Referent Volkmar Wölk beginnt um 19:30 Uhr im Linken Zentrum „Hinterhof“.
Aus der Veranstaltungsankündigung:

Es ist ein weiter Weg vom Berufsschullehrer in Stuttgart zum Herausgeber einer Monatszeitschrift, Veranstalter von Kongressen und Wanderreisenden zu Demonstrationen in der gesamten Bundesrepublik. Es ist ein noch weiterer Weg von der Leitung des “Komunistischen Bundes” zum informellen Chefideologen der Antideutschen und schließlich zum bekennenden Fan der AfD. Das “Volk” ist inzwischen die zentrale Kategorie in der Strategie des Jürgen Elsässer. Sein Denken knüpft direkt an die Abendland-Ideologie der “Konservativen Revolution” an. Insofern ist es nur logisch, wenn als Redner beim Leipziger PEGIDA-Ableger auftritt.
In seinem Vortrag wird Volkmar Wölk Elsässers Weg nach rechts näher unter die Lupe nehmen und hierbei auch auf das “Mut zur Wahrheit”-Projekt “Compact” eingehen.