Antisemitische Schmierereien an NS-Mahnmal


Foto: Hans-Juergen Bauer

Verschiedenen Medienberichten zufolge[1] wurde am vergangenen Wochenende ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Düsseldorf mit Hakenkreuzen und antisemitischen Parolen beschmiert.

Das Mahnmal an der Marc-Chagall-Straße erinnert an die Deportation der über 6000 Jüdinnen und Juden vom ehemaligen Güterbahnhof Derendorf zwischen den Jahren 1941 und 1945. Es wurde im April 2012 eingeweiht[2] und besteht aus in den Boden eingelassenen Eisenbahnschwellen, Schienensträngen und einer 40 Meter langen Stahlwand. Darauf stehen die Zielorte der damaligen Deportationen: Łódź (Litzmannstadt), Minsk, Rīga, Terezín (Theresienstadt), Izbica und Oświęcim (Auschwitz). In den dortigen Ghettos und Vernichtungslagern wurden die meisten Deportieren ermordet oder sie starben an den unmenschlichen Lebensbedingungen, bzw. der Zwangsarbeit.

Die Schmierereien wurden von einer Schulklasse entdeckt. Der „Staatsschutz“ hat die Ermittlungen aufgenommen.

Informationsstele

  1. [1] http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/duesseldorf/nachrichten/unbekannte-schaenden-mahnmal-fuer-ns-opfer-1.3459390 [zurück]
  2. [2] http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/duesseldorf/aktuelles/detailseite/deportationen-aus-duesseldorf-vor-70-jahren/147.html?tx_ttnews%5Bpointer%5D=2&cHash=660109aa2f6bea17bb5af218f66cd0c1 [zurück]