D: „Pro NRW“ will „Republikaner“ mürbe machen

Düsseldorf – „Republikaner“, die nicht freiwillig den Weg zu „pro Köln“ finden, sollen offenbar mürbe gemacht werden: Die Rechtspopulistentruppe setzt zur Attacke auf die letzten REP-„Hochburgen“ in Nordrhein-Westfalen an.

„Pro NRW“ müsse im gesamten Bundesland die eigenen Strukturen „noch weiter ausbauen, um letztendlich kampagnenfähig zu werden“, hatte mit Blick auf die Landtagswahl der „pro“-Vorsitzende Markus Beisicht vor einer Woche nach einer Sitzung seines Landesvorstands erklärt und zugleich angekündigt: „Hierzu werden in den kommenden Wochen landesweite Aktionstage, zuerst u.a. in Düsseldorf und Herne durchgeführt werden.“

Nicht ohne Grund dürften gerade diese beiden Städte ausgewählt worden sein. Sie gehören zu den wenigen Großstädten, in denen noch halbwegs funktionierende Strukturen der „Republikaner“ existieren und bisher – abgesehen von Frank Maul, dem ehemaligen Mitarbeiter der Herner REP-Ratsfraktion – noch keine Abwanderungsgelüste in Richtung „pro“ bekannt geworden sind.

20.000 Flugblätter hat „pro NRW“ nun eigenen Angaben zufolge am Samstag in Düsseldorf verteilt, vor allem im Süden der Stadt. Zwar sind Zahlenangaben der „Bürgerbewegung“ stets mit Vorsicht zu genießen, doch sorgen ihre Aktivitäten andernorts schon für Nervosität. Wohl nicht zufällig veröffentlichten die „Republikaner“ just am Samstag eine Erklärung, in der sie mitteilten, ihrerseits „mit zahlreichen weiteren Aktionen“ die Parteistrukturen in der Landeshauptstadt ausbauen und für ihre „rechtskonservative oppositionelle Arbeit“ werben zu wollen.

Ronald Micklich, der „pro“-Bezirksvorsitzende für das Rheinland, kündigte nach der Flugblattaktion an, Düsseldorf werde „in den nächsten Wochen weiter mit Kräften des Bezirksverbandes beackert“. Demnächst soll auch ein Kreisvorstand gewählt werden. Nicht besonders ernst nehmen muss man Micklichs Erklärung, man habe den früheren „pro NRW“-Kreisverband Düsseldorf/Mettmann „aufgeteilt“, weil er „zu groß geworden“ sei. Der alte Kreisverband litt nicht unter seiner Größe, sondern unter der Unfähigkeit seines Personals. (ts)

Quelle: r-press nrw